In Joh. 17,6.14 werden die Merkmale jener Schar beschrieben, für deren Einheit Jesus betet:

Diese Worte Jesu machen deutlich, Jesus betet nicht für die Einheit aller mit allen, sondern er betet um die Einheit derer, die er aus der Welt herausgerufen hat und herausruft.

Es ist die kleine Herde, die aus den Schafen besteht, die ihren Hirten kennen und die auf seine Stimme hören, die sein Wort angenommen haben und danach leben.

Das wird aus diesen Worten sehr deutlich. Im 8. Vers wird uns ein weiteres Kennzeichen genannt: "Denn was Du mir gesagt hast, habe ich ihnen weitergegeben, sie haben Dein Wort angenommen und erkannt, dass ich von Dir herkomme, sie glauben daran, dass Du mich gesandt hast"

In Vers 17 finden wir einen weiteren wichtigen Hinweis, der aufzeigt, welche Einheit Jesus für seine Nachfolger von seinem Vater erbittet: "Lass sie dir immer ähnlicher werden und der Wahrheit gehorchen. Dein Wort ist die Wahrheit"

Die Gläubigen, um deren Einheit es Jesus geht, haben also klare Kennzeichen. Prägen wir sie uns ein:

  • Sie sind nicht von dieser Welt. Der Vater hat sie aus der Welt herausgerufen und sie seinem Sohn gegeben.
  • Es sind Menschen, die am Worte Gottes festhalten. Sie haben die Worte Jesu angenommen, sie haben das Wort Gottes bewahrt.
  • Sie sind geheiligt durch das Wort Gottes, das Wort der Wahrheit. Sie gehorchen der Wahrheit und leben danach.

Einheit, wie Jesu sie wünscht, ist also nicht eine Einheit auf Kosten der Wahrheit, sondern es muss eine von Gott gewirkte Einheit sein, die die Wahrheit des Wortes Gottes zur Grundlage hat.

Auch hier ist der Gegensatz zwischen der Einheit, um die Jesus betet und derjenigen, welche die Ökumene anstrebt, klar zu erkennen. In der ökumenischen Bewegung ist sehr bald die Parole aufgekommen:

  • Die Lehre trennt, der Dienst eint. Dogmen trennen, die Liebe eint.


Bei solcher Einheit muss die Wahrheit unweigerlich auf der Strecke bleiben.
Jesus wollte nicht irgendeine Einheit unter seinen Nachfolgern, sondern wahre göttliche Einheit.

Noch einmal präziser:
Was wissen wir von "Ökumene"?

Ich möchte zu Beginn erst mal feststellen: wenn wir das Wort "Ökumene" in den Raum stellen, dann denke ich, sind die meisten unter uns in der Lage, zu wissen oder zu erahnen, dass unter "Ökumene" zumindest "Zusammenschluss", Zusammenschlüsse bestimmter Gemeinden und Christen zu verstehen ist.

Aber, wenn die Ökumeniker oder die, die der Ökumene das Wort sprechen, davon reden, dann haben sie meist als Grundlage das Hohepriesterliche Gebet in Johannes, Kapitel 17.

Dann hört man von den Menschen, die sagen: Ja, es steht ganz klar geschrieben, daß wir eins sein sollen.

Dass wir uns alle zusammen setzen sollen und dass das irgendwie dazu gehört.
Ich möchte deshalb auf diesen Text ganz kurz eingehen.
Johannes, Kapitel 17.

Was ist echte Einheit?
Christliche, gläubige Einheit?
Ich lese 3 Verse.
Einmal den Vers 9.
Den Vers 22 und den Vers23.
Und damit niemand das falsch versteht, - es ist kein "aus dem Zusammenhang herausreißen", - das ganze Hohepriesterliche Gebet ist, schwerpunktmäßig aufgebaut, was diese drei Verse aussagen.
Schwerpunktmäßig Vers 9.

Dort sagt Jesus:
Ich bitte für sie, nicht für die Welt bitte ich, sondern, für die, welche du mir gegeben hast, denn sie sind Dein.

Vers 22 und 23:
Und die Herrlichkeit, die Du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben.
Daß sie eins seien, wie wir eins sind.
Ich in ihnen und Du in mir.
Daß sie in Einst vollendet seien, damit die Welt erkenne, daß Du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast.

Wir müssen hier zunächst drei Dinge feststellen, wenn wir von "Einheit" sprechen.
Das erste, was Jesus hier sagt, - "er bittet für die", - das heißt, für die Echten, das heißt, für die Wiedergeborenen.

Für die, die in Jesus sind!

Wie es in Johannes, Kapitel 3, steht, wo Jesus das Gespräch mit Nikodemus über die Wiedergeburt hat.

Es geht also darum, dass die echten wiedergeborenen Jünger "eins" sein sollen.

Er bittet für sie - und nicht für die Welt!

Er unterscheidet, also, zwischen echten Jüngern und der Welt!
Auch der religiösen Welt.
Das ist ein Unterschied, ob ich für die Wiedergeborenen eine Einheit erbitte oder ob ich für eine Einheit aller Religionen, aller Christen, in Anführungsstrichchen, einschließlich des Namenchristentums eine Zusammenschließung, eine Zusammenbindung, erbitte.

Das Zweite, was Jesus hier deutlich macht: er bittet um die Einheit, "wie er und der Vater eins ist".
Wie sind denn der Sohn und der Vater eins?
In völliger, geistlicher Harmonie!

Und Jesus hat oft gesagt, ich tu nur das, was der Vater will.
Und - "wer mich sieht, sieht den Vater".
Der Vater und der Sohn waren völlig identisch.
Selbst, als Jesus auf der Erde war.
Und so eine Einheit, der völligen, geistlichen Harmonie, die wünscht oder erbittet hier Jesus, in Bezug - auf die Jünger!

Er bittet also um eine Einheit geistlichen Formats!

Das Dritte, was er nennt: er bittet um eine Einheit, - als Zeugnis für die Welt.
An der Einheit soll man erkennen, dass wir wahre Gläubige sind.
Er bittet hier nicht um die "Einbindung" der Welt.
Das ist etwas völlig anderes.

Wenn ich die Welt, die christlich-religiöse, namenschristliche Welt mit einbinde, - was wir "Ökumene" nennen, - dann sind wir außerhalb des Hohepriesterlichen Gebetes, was Jesus Christus äußert.

Also n i c h t Einbindung der Welt, sondern, die wahren Gläubigen sollen zum Zeugnis, zum Anschauungsunterricht für die Welt werden.
Die dann sehen soll: Das sind die wahren Gläubigen!
Absonderung!
Nicht Vermischung!

Das sind drei entscheidende Eckdaten oder Eckpunkte, die das Hohepriesterliche Gebet aussagt.

Jetzt möchte ich, nach diesem gewaltigen Unterschied, von dem, was man versteht und von dem, was heute verstanden wird, eingehen, auf das, was im einzelnen zu nennen ist, zu diesem Thema. was ist eigentlich "Ökumene"?.
Wie könnte man das in einem Satz zusammen fassen?

Könnte, z. B., lauten: Ökumene ist ein Bündnis verschiedener christlicher oder kirchlicher, religiöser Verbände, die durch Kompromisse entstanden sind.

Wir wissen, was Kompromisse sind!
Wenn einer Abstriche macht von etwas und der andere.
Dann kommt man sich auf einem Mittelweg entgegen.

Niemand bleibt auf seinem Standpunkt stehen.
Sondern, jeder macht etwas, was er ablässt, von seiner Einstellung, um sich in der Mitte zu begegnen, um eine Einheit zu gründen.

Also Kompromisse!

Ökumene ist ein Bündnis vieler christlicher, kirchlicher oder religiöser Verbände, die durch Kompromisse auf Kosten der biblischen Wahrheit, nach rein menschlichen Überlegungen, ins Leben gerufen werden.
Das heißt, die Bibel ist nicht der absolute Maßstab, sondern, es geht darum, daß man auf Kosten der biblischen Wahrheit Kompromisse macht und, jetzt, sich zusammensetzt und nur das, was verbindet, sieht und das, was trennt, - weglässt!

Und deshalb müssen wir uns über diese Bewegung, über die Strömungen dieser Bewegung, Gedanken machen.

Noch etwas dazu:

Diese Einheit muß nicht mehr hergestellt werden, den sich ist in IHM schon verwirklicht, denn Seine Kinder, die an an Seinen Namen Glauben und Seinem Wort folgen, sind schon heute "Eins" in IHM und diese drückt sich nicht im Verlogenheit und Kompromissbereitschaft aus, sondern in der Verkündigung des Evangeliums und der gesunden Lehre, die wir auch heute noch in der Heiligen Schrift lesen können und sonst nirgend wo !

Berndt St.