Ausverkauf des Heils

Stell Dir vor, was ich erlebt habe. Ich ging im Park spazieren, weil ich die gute Luft ein wenig genießen wollte. Plötzlich, während ich nun so meines Weges zog, kam mir der Geruch von Verbranntem an die Nase.
Natürlich untersuchte ich, weil ich ja auch ein wenig neugierig war, aus welcher Richtung denn wohl dieser Brandgeruch zu kommen schien, und schließlich hatte ich auch schon die Ursache für diesen Geruch gefunden, die große Parkgärtnerei hatte Feuer gefangen.
Diese Tatsache trieb mir das Entsetzen in die Augen und ich wollte handeln, aber ich dachte so bei mir, "vielleicht hat man ja auch schon den Brand entdeckt und ist schon auf dem Wege, diesen zu löschen".

Eine Weile verging, und nichts war geschehen, keine Feuerwehr (Hirten,  Älteste oder die die sich dafür halten), nichts!
Anscheinend hat das Feuer wohl doch noch niemand entdeckt, denn alles ging so seinen gewohnten Gang, alles normal hier im Park. Kinder spielten Federball auf der Wiese, ein älteres Ehepaar ruhte sich ein wenig auf einer Bank aus und Passanten gingen mit ihren Hunden gassie. Und ich dachte: "Merkt denn keiner, dass es hier brennt   und ich wurde immer nervöser und das Feuer unterdessen immer größer.
"Jetzt reicht es mir, meine Geduld ist am Ende", und während ich das so dachte, schaute ich mich um und sah, dass alles unverändert blieb: Spielende Kinder, ruhende Senioren und Hundehalter beim Gassiegehen. "Bin ich hier im falschen Film, hey was ist hier eigentlich los", murmelte ich in mich hinein !
"Es brennt. Hilfe Feuer !" rief ich in die Runde. Die Senioren schauten zu mir herüber und blickten mich nur verständnislos an: "Wie man denn nur so ein Krach machen kann, Frechheit" hörte ich sie tuscheln. Die Kinder spielten unterdessen weiter und die Hundehalter wollten mich auch nicht so ganz verstehen.
"Gut, dann rufe ich eben die Feuerwehr." Ich wählte die 112 und bekam nach eine kurzen Wartezeit die Leitzentrale an die Strippe.
Ich schilderte ihnen die Situation, doch am anderen Ende wurde mir prompt erklärt, dass ich mich irren muss. "Da brennt nichts", sagten sie! " Hallo, ich stehe doch hier vor der brennenden Gärtnerei, ich sehe es doch mit meinen eigenen Augen und riechen kann ich es auch", erwiderte ich.
Doch auf der anderen Seite hörte ich nur noch die Worte: "Bitte entschuldigen sie, aber sie irren sich!" und dann hörte ich nur noch den Signalton meines Funktelefons - sie hatten aufgelegt !
Unterdessen brannte die große Parkgärtnerei schon lichterloh und dunkle schwarze Wolken stiegen in den Himmel auf.
Ich erblickte plötzlich zwei Gärtner, die ich vorher wohl übersehen hatte. Sie versuchten mit ihren mit Wasser gefüllten Eimern (ich weiß man hätte auch einen Feuerlöscher nehmen können) das Feuer zu löschen, aber es fehlte ihnen sichtlich an Hilfskräften, um das Feuer zu bekämpfen! "Also, ich bin dabei", sagte ich mir und schnappte mir schnell einen Eimer und half beim Löschen. Zumindest war es ein Versuch.

So weit so gut, hier endet meine kleine Geschichte. Es ist natürlich nur eine fiktive Geschichte, sie hat in dieser Form nie stattgefunden.

Doch gibt sie in bildlicher Sprache eine Wirklichkeit wieder, die bei genauer Betrachtung und einem Quantum an Selbstkritik eine real vorhandene Tatsache darstellt!
Es ist ein Bild für den geistigen Zustand vieler "christlicher" Gemeinden, im Sinne von nichts sehen, nichts hören und nichts sagen, woraus eben auch ein nicht handel resultiert !

Eine Frage an uns: Sieht so eine Gemeinschaft von christusgläubigen Menschen aus, die sagen, sie hätten eine lebendige Beziehung zu ihrem Herrn Jesus Christus, - gleichzeitig aber zusehen, wie die Botschaft der Bibel umgedeutet und verraten wird?!
Kann man da eine Art gleichgültiges in Unwissenheit verharren wollendes Wesen entdecken, um letztendlich nicht handeln zu müssen? Oder ist es vielleicht einfach nur die Unwissenheit über die Situation, in der sich meine Gemeinde oder meine eigene Beziehung zu Jesus Christus befindet !?

Nun möchte ich auch zu der Erklärung kommen, was ich mit dieser Geschichte ausdrücken will und warum ich von einer gleichgültigen Gemeinde geschrieben habe, die nichts hört, nichts sieht, nichts sagt und dementsprechend auch nicht handelt. 
Sie handelt  eher im gegensätzlichen Sinne. Sie hält die Hilfskräfte vom Löschen ab und sorgt sogar noch dafür, dass die Parkgärtnerei noch schneller abfackelt !  (1)
Die Parkgärtnerei ist für mich die sichtbare Gemeinde, in der sich die Gläubigen versammeln, um Gottes Wort und Evangelium zu hören und in der auch Ungläubige mit dem lebendigen Evangelium Jesus Christi beschenkt werden können. Eine Gemeinde, die die Wahrheit des Wortes Gottes verkündet und das Licht des Evangeliums nicht unter einen Scheffel stellt. Sie glaubt im Sinne von Johannes 3,16; 14,6 an die eine alleingültige Wahrheit, den einzigen Weg zum Vater und das Leben, das allein in Jesus Christus zu finden ist! Sie glaubt an die Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift (die Bibel)!
Die sichtbare Gemeinde ist angreifbar und kann durch Lügen vergiftet und lahmgelegt werden, wenn sie das Fundament ihres Glaubens, Jesus Christus, verlässt.
Wobei die unsichtbare Gemeinde Gottes, "ekklesia" (1.Joh. 3, 1 u. 2), den Leib Christi darstellt, der aus allen wiedergeborenen Christen dieser Welt besteht. Die Gemeinde Gottes ist unüberwindbar und unzerstörbar in und durch Jesus Christus! Sie stellt eine Einheit da, die nicht erst hergestellt werden muss! Sie besteht bis in Ewigkeit!
Die Menschen im Park - Christen einer Gemeinde.
Die Gärtner - sie sind keine Elite oder etwas Besonderes Es sind einfach nur Christen, die Jesus Christus und sein Wort, die absolute Wahrheit lieben und wissen, dass sie für alle, die sie glauben, das Leben bedeutet! Sie möchten, dass diese frohe Botschaft nicht umgedeutet wird, denn dann wäre sie auch keine frohe Botschaft von Gott an uns Menschen mehr, sondern ein Lügenkonstrukt von Menschen und somit eine hoffnungslose Botschaft!

Was geht im Park vor sich?
Dort sind Christen, die dieses Feuer sehen und denken: "Das muss wohl so sein" -Christen, die so in ihrem "Fun and Haven" , "Spaß und Spiel" gefangen sind, dass sie einfach zu taub und zu blind für solch unwichtige Dinge geworden sind.
Oder sie sehen es und denken: "Bloß keinen Unfrieden stiften!"
Aber es gibt auch Christen, denen es im Herzen weh tut, wenn die Botschaft von Jesus Christus umgedeutet und verraten wird!
Dass sich gläubige Christen daraufhin zur Wahrheit bekennen, dürfte eigentlich niemanden verwundern.  Oder?
Das Feuer sind für mich alle Einflüsse, die die Wahrheit verwässern oder gar vernichten wollen. (Feuer im Sinne seiner Zerstörungkraft) Die Gefahr besteht für die Gemeinde darin, dass ihr Glaube vergiftet wird und sie somit unfähig wird, den Willen Gottes zu erkennen. Außerdem gehen ungläubige Menschen, seien es Menschen anderer Religionen oder Ideologien, verloren, weil sie durch eine vergiftete und verlogene Verkündigung um die Wahrheit der biblischen Botschaft betrogen werden !
Was meine ich mit dem Löschen in der Geschichte?
Hier geht es einfach nur darum, sich zur Wahrheit zu halten und diese auch zu bezeugen, zur Zeit oder Un-Zeit. Auch dann, wenn sie anderen nicht in den Kram paßt! In Liebe, aber konsequent.

Jeder Christ hat der Wahrheit gegenüber verantwortlich zu handeln oder zu reden. Nehmen wir diese Verantwortung nicht wahr, machen wir uns ihr gegenüber schuldig! Es ist gerade die Liebe zum Bruder oder zur Schwester im Herrn Jesus Christus, die einen dazu treibt, auf solche Zündsätze in den Gemeinden und auf deren Folgen hinzuweisen, alles andere wäre lieblos! Mein Handeln oder Nichthandeln hat unweigerlich Folgen - lassen wir uns da nicht täuschen.
Beispiele dafür gibt es heute genug. Wir können die Lüge zwar nicht daran hindern, dass sie anderswo gesagt wird, aber wir können sie daran hindern, dass sie in unserem Herzen Raum gewinnt und letztendlich uns und unsere eigenen Versammlungen vergiftet - geistig tötet! Da ist konsequentes Handeln nötig, nicht die "Beide -Augen- zugedrückt -Technik"!


Alles Liebe und Gute wünscht dir dein Bruder im Herrn Jesus
Christus, Gott segne dich!

Verfasser dieser Ausarbeitung: Arne Beccard aus Oranienburg

UPDATE 08.03.2014

Seit erscheinen dieser kleinen Erzählung ist einiges an Zeit vergangen und auch einiges in Bewegung gekommen wofür ich den Herrn Jesus danken möchte, das eben diese Erzählung nicht einfach an den Herzen der Leser vorübergezogen ist, sondern den einen oder anderen dazu veranlaßt hat seine eigene Herzenshaltung neu vor dem Herrn zu prüfen und sich dem "Zeitgeist" zu wiedersetzen.

(1) Bibelkritik, Ökumenismus/ in all seinen Spielarten, christlich gefärbter Humanismus, Emerging Church/ emerging Bewegung/ chrsilich gefärbtes new Age/Theosphie/ soziales Evangelium etc. Leider wird dieses Gedankengut verstärkt in den Gemeinden Verbreitet und sorgt so dafür das die Parkgärtnerei gänzlich abfackelt  - siehe auch diesen Beitrag: Angebrachte Literatur Kritik 


Ich wünschte mir das wir eine Gesunde abwehrkraft gegen diesen Irrtum haben und am gesundem Wort und der gesunden Lehre festhalten.

In diesem Sinne wünsche ich Dir Gottes Reichen Segen, Bewahrung und Schutz.

P.s - Wer sich auf Menschen verlässt - IST verlassen, wer auf den Herrn Jeusus Christus schaut hat wohl gebaut! Also warte nicht darauf,  dass andere gehen - folge du dem Herrn Jesus Christus und seinem Wort !