Danke Arne, daß ich auf deiner HP ein paar Zeilen schreiben darf ....

Ich möchte diese Gelegenheit nützen, um vorab kurz Zeugnis zu geben, wie JESUS CHRISTUS auch mir die Augen für das Gnadengeschenk seiner Erlösung geöffnet hat, und daran anschließend auf den Themenschwerpunkt deiner Homepage übergehen, wobei ich einwenig Einblick geben werde, wie ich zur Ökumene stehe
und welche Erfahrungen ich bisher damit gemacht habe.

Zunächst aber ein kurzer Bericht über mich, wie Gott mich aus meiner Verlorenheit zu sich gezogen hat ...

Mein Name ist Reinhold Keinberger.

Ich wohne im Norden Oberösterreichs - im oberen Mühlviertel, in der Nähe von Haslach.
In dieser traditionell katholisch geprägten ländlichen Gegend durchlebte ich auch meine Kindheit, und so wuchs ich - bedingt durch mein katholisches Umfeld - schon von Anfang an in diese Religion hinein. Da meine Eltern der Kirche Rom's sehr ergeben sind, bemühten sie sich, mir ihren Glauben schon frühzeitig nahe zu bringen und so geschah es, daß ich neben den sonst üblichen "Stationen" wie Taufe, Erstkommunion und Firmung, auch einige Jahre bei der katholischen Messe als Ministrant diente.

Mit dem Einstieg ins Berufsleben verflachte mein Bezug zur Kirche zunehmend und so ging ich die folgenden Jahre ohne nennenswerte Gedanken an Gott,ganz im Wandel dieser Welt meinen Lebensweg weiter - bis zum 30. Lebensjahr ...
hier geriet ich umständebedingt in eine tiefe Krise, in welcher ich verzweifelt nach Halt in meinem Leben suchte. Inmitten dieser Not merkte ich, daß mein Leben in dieser bisherigen Form überhaupt keinen Sinn mehr macht und so wurde - ganz unten angekommen - mein Blick wieder offen für Gott, dem ich zuvor kaum noch Beachtung schenkte.

Da ich nichts mehr zu verlieren hatte, beschloß ich einen Neuanfang in meinem Leben und so wollte mein weiteren Lebensweg nun mit Gott gehen. So machte ich mich auf und hatte auf dieser neuen Lebensgrundlage auch bald wieder festeren Boden unter meinen Füßen. Es folgten mehrere Jahre des Suchens - eine religiöse Phase, in welcher ich viel in Büchern und auch im Internet über Gott und über Dinge des Glaubens gelesen habe. Ich versuchte ein Gott wohlgefälliges Leben zu führen. Dabei war mir vor allem die Bergpredigt ein wichtiger Leitfaden - an welcher ich aber gleichzeitig immer öfter auch merkte, wie weit ich von jenen Ansprüchen entfernt war. In dieser Zeit habe mich auch meiner "alten Wurzeln" wieder besonnen und habe wieder vorsichtige Kontakte zur katholischen Kirche angeknüpft, indem ich Sonntags wieder regelmäßig zur Messe ging. Ich kaufte mir viele Bücher über Gott und nach einigen Monaten meine erste Bibel. Trotz all dieser Bemühungen hatte ich zunächst dennoch nie wirklich Frieden in mir, weil ich immer auch meine Halbherzigkeit hinter all meinen Bemühungen sah.

Nach 4 Jahren Religiosität lies Gott mir die Untauglichkeit all meines Tuns erkennen, indem er mir meine egoistischen Motive hinter all meinen religiösen Bemühungen erkennen lies. So nahm er mir auf diese Weise alles aus den Händen, das ich dachte, IHM vorweisen zu können - worauf ich wiederum in ein "Loch" fiel, weil ich an diesem Punkt angekommen,
nun nicht mehr wußte - was ich den noch tun könnte, um vor Gott einst bestehen zu können.
Hier angekommen, öffnete Gott mir die Augen für sein wunderbares Gnadengeschenk -
für sein Erlösungswerk am Kreuz, sodaß ich es im Glauben annehmen konnte.

Ich konnte es zunächst kaum fassen, weil es so ganz anders war, als ich vermutet hatte und als ich von kleinauf gelehrt wurde! Keine eigenen Werke, keine Sakramente, keine Taufe, keine Vermittlung durch Kirche oder Priester sondern GNADE DURCH GLAUBEN! Erstaunt, voll Freunde und unendlich Dankbar wußte ich ab jenen Zeitpunkt, daß es wirklich WAHR ist, daß JESUS auch für mich ganz persönlich die gerechte Strafe für meine Sünden am Kreuz getragen hat - daß ER ALLES GETAN hat, damit ich schuldiger Sünder vor dem gerechten und Heiligen Gott bestehen kann. Ich wußte, das meine Schuld durch sein Opfer am Kreuz beglichen und damit vor Gott getilgt und vergeben ist und das ich so von IHM angenommen wurde. So wurde JESUS CHRISTUS durch sein Erbarmen und durch seine Gnade auch mein HERR und Retter. =)

... Es folgten die glücklichsten Tage meines Lebens - gleichzeitig aber auch die verwirrendsten - erkannte ich nun doch so groß und klar Gottes Gnadengeschenk, welches offensichtlich sonst niemand in meiner Umgebung sehen und erkennen konnte.
In dieser unmittelbar ersten Zeit nach meiner Bekehrung war ich noch sehr naiv und blauäugig und so dachte ich zunächst, es wäre lediglich ein "Verständnisproblem". Daher versuchte ich als erstes meinen Eltern diese wunderbare Neuigkeit von Gottes Gnade mitzuteilen. Ich gab ihnen Zeugnis, erzählte ihnen von meiner Freude und versuchte ihnen zu erklären, daß dieses Gnadengeschenk ohne Werke durch den Glauben auch für sie bereit stünde. Ihre Blicke sprachen daraufhin Bände und so meinten sie als erste Reaktion, "ich sei nun lutherisch geworden". Besorgt versuchten sie, mich auf katholischen Boden zurück zu holen und beteuerten mir, daß ich mich da irren würde, was mich sehr traurig machte - nicht weil ich an Gottes Gnade zweifelte, sondern weil sie das Evangelium nicht erkennen konnten bzw. es nicht annehmen wollten. So beendete ich dieses Gespräch indem ich ihnen sagte, daß mir das nun niemand mehr wegnehmen kann, was Gott selbst mir hier geschenkt hat.

Auch bei Gesprächen mit anderen Bekannten und Verwandten - größtenteils Katholiken - erntete ich nicht nur besorgte Blicke, sondern immer wieder auch Wiederspruch, sodaß ich niemanden hatte, mit dem ich meine Freude teilen konnte und mit dem ich über das sprechen konnte, was ich durch Gottes Gnade erkennen und erfahren durfte und mir nun so wichtig war. Diesen Austausch und das Teilen meiner Freude vermisste ich sehr und so suchte ich im Internet nach Menschen, welche diese Gnade Gottes in gleicher Weise erfahren haben. Dabei fand eine Homepage der Baptisten, wo ich interessiert ihre Sicht auf den Glauben studierte und hierbei völlige Übereinstimmung meiner Sicht mit ihrer Darstellung fand. Besonders beeindruckt war ich auch über manche kurze Zeugnisse, worauf ich mir gewiss war, daß dort der richtige Platz für mich wäre. So nahm ich zunächst über einige Mails vorsichtigen Kontakt mit jener Gemeinde auf und einige Wochen später war es dann soweit, daß ich mich auf den Weg machte und die Gemeinde besuchte.

Als ehemaliger Katholik war vieles für mich völlig neu und ungewohnt - dennoch merkte ich, daß ich dort zum ersten mal ohne ständigen Widerspruch und wie auf "einer Wellenlänge" über Jesus, den Glauben und all das andere reden konnte, was mir nun so wichtig geworden war. Im Gegensatz zur katholischen Kirche fühlte ich mich in dieser Gemeinde ein Stück weit "zuhause". Einige Monate später kam ich dem Ruf meines HERRN nach und lies mich taufen.

Obwohl ich nun meine neue geistliche Heimat - vom Blickpunkt meiner früheren Kirche - im Lager einer ehemals als Ketzer und Häretiker bezeichneten Gemeinschaft aufgeschlagen hatte, war ich froh, diesen Schritt getan zu haben. Dennoch lies mich meine Vergangenheit noch nicht ganz los - hörte ich von manchen Geschwistern doch immer wieder auch sehr wohlwollende Worte über jene Kirche, welche ich verlassen hatte und für die ich nun als "abgefallener Katholik" galt. Mir waren Worte in Erinnerung, wo jemand die katholische Kirche u.a. als "andere Abteilung in der selben Firma" bezeichnete - oder als das "Knochenskelett am Leib Christi" mit ihrer eigenen wichtigen Funktion usw.

Da ich aber gerade durch die Gespräche mit meinen katholischen Eltern so hautnah erlebte, wie konsequent sie auf die Mittel der Katholischen Kirche als Heilsweg vertrauten und die Gnade ohne Werke allein durch den Glauben ebenso konsequent ablehnten, bekam ich dieses Verständnis jener "anderen Abteilung" nicht in meinen Kopf.
Gerne hätte ich geglaubt, daß auch die katholische Kirche durch ihre Heilslehre den Menschen den Weg zu Gott weisen würde - hätte ich doch so jenen inneren Druck und die Traurigkeit darüber nicht mehr gehabt, daß meine Eltern und viele andere mir lieb gewordenen katholischen Mitmenschen auf einem trügerischen Weg ins Verderben sind.

Neben dem lesen der Bibel fing ich daher an, mich auch intensiver mit der katholischen Lehre zu befassen um so deren Lehre vielleicht besser zu verstehen. Je mehr ich mich aber damit beschäftigte, umsomehr schienen diese beiden Pole auseinander zu trifften. Eines Tages fand ich im Internet ein PDF-Dokument eines Buches von H.W.Deppe mit dem Titel - "Sind sie auch katholisch?". Dieses Buch, welches zentrale Glaubensaussagen der Bibel den Lehren Roms direkt gegenüberstellte, öffnete mir nun endgültig die Augen, sodaß ich nicht mehr länger verdrängen konnte, was ich ohnehin schon befürchtete...
Nun erkannte ich im Licht der Bibel das wahre Wesen der katholischen Kirche und war erschüttert. Ich las noch weitere Bücher, Texte und katholische Lehrdokumente und stand oft fassungslos vor jenen Abgründen welche sich hier vor mir auftaten.

In verschiedenen Gesprächen mit Geschwistern in der Gemeinde wollte ich diese Dinge nun mitteilen, da ich erkannte, daß hier von vielen Geschwistern eine völlig falsche Sicht im Blick auf diese Kirche vorherrschte. Darum versuchte ich, meine Geschwister zu informieren und so gut es ging aufzuklären, vor allem um sie damit auf jenes Evangelisationsfeld aufmerksam zu machen, welches in unserem unmittelbaren Umfeld vor unserer Tür lag.

Da die Gemeinde nun aber bereits einige Jahre vor meinem Eintritt durch einen Mehrheitsbeschluß die Weichen in Richtung Ökumene gestellt hatte und die Gemeindeleitung zum größten Teil leidenschaftlich diese voran zu treiben suchte,
zog ich durch meine Gespräche über die katholische Kirche und deren falschen Lehre schon bald die beobachtenden Blicke der Gemeindeleitung auf mich. Es kam zu ersten Gesprächen, wo der Pastor mir nahe legte, "diese Sache nun nicht zu meiner Mission zu machen!".

Da die Baptistengemeinde im Rahmen ihrer ökumenischen Kontakte auch bereits regelmäßig gemeinsame Gottesdienste mit der katholischen Kirche feierte, bekam ich auch hier eine große innere Not - erkannte ich darin doch, daß meine Gemeinde sich damit zunehmend jener gefallenen Kirche annäherte, deren Ketten und Klauen ich zuvor durch Gottes rettenden Hand entronnen war. Der Gedanke, daß "meine Gemeinde" - als Versammlung der durch Gottes Gnade geretteten - immer öfter "Händchen hielt" mit einer Kirche, welche nicht nur ihre eigenen Mitglieder in den Abgrund reißt, sonder die zuvor auch viele Jahrhunderte alles unternommen hatte, um Gottes rettende Wort vor den Menschen zu verbergen und die Glaubensgeschwister durch Folter und Mord nach allen Regeln ihrer inquisitiorischen Kunst auszurotten suchte, wurde mir immer unterträglicher. Deshalb suchte ich daraufhin auch mit der Gemeindeleitung das Gespräch, mit der Hoffnung, hier ein Umdenken und Einlenken in dieser Sache zu bewirken.

Im Zuge dieser Gespräche wurde mir dann auch die Möglichkeit gegeben, meine Bedenken zu erklären und meine Sichtweise darzustellen. Obwohl mir in der sachlichen Darstellung kaum widersprochen wurde - und mir sogar ein gewisses Verständniss für manche Bedenken zugestanden wurde, vermochte ich in dieser Sache dennoch nichts zu bewegen. Vielmehr machte ich im Zuge dieser Gespräche erste Bekanntschaft mit dem mir heute bereits gut bekannten Phrasen des "Ökumene-Jargon", die mir in der Auseinandersetzung mit der Ökumene seither immer wieder begegneten. So "wollte man trotz manch schmerzlicher Verschiedenheiten das Gemeinsame suchen und betonen", man war der Ansicht, "das uns mehr mit der katholischen Kirche verbindet als trennt" und man sich doch "gegenseitig befruchten könne und wolle" usw.

Durch diese persönliche Konfrontation mit der ökumenischen Ausrichtung der Baptistengemeinde habe ich dann begonnen, mich auch intensiver mit dem Thema Ökumene zu befassen. Ich las Bücher, recherchierte im Internet nach der Entstehungsgeschichte, nach den Zielen und nach maßgeblichen Organisationen und deren Stoßrichtung.
Dabei erkannte auch ich hier zunehmend jenes antichristliche Wesen der Ökumene, welches Arne als Betreiber dieser Seite sehr treffend und punktgenau in dieser Homepage darstellt.

Nachdem ich nun das Ziel der Ökumene erkannt hatte und nach mehreren Gesprächen mit der Gemeindeleitung letztlich schweren Herzens zur Kenntnis nehmen mußte, daß die hier gestellten Weichen nicht wieder umgestellt werden wollten, sah ich für mich keine andere Möglichkeit mehr, als die Gemeinde zu verlassen. So verfaßte ich ein Mail an alle Gemeindeglieder, in welchem ich mich von ihnen verabschiedete und wo ich versuchte, meine Beweggründe für diesen schweren Schritt zu schildern.

Da ich als Christ nicht alleine bleiben wollte - ich aber zu jenem Zeitpunkt auch nicht recht wußte, wo ich nun hingehen sollte, war dieser Schritt nicht ganz einfach für mich. Dennoch vertraute ich auf den HERRN und auf seine Führung und tat diesen Schritt - ermutigt durch sein Wort in 2. Korinther 6,14-18 und Offenbarung 18,4.
Nach einigen Monaten der Suche habe ich nun Anschluß in einer Brüdergemeinde gefunden, wo der HERR einen Teil seiner teuer erkauften Schar versammelt. Dem HERRN sei Lob und Dank und Ehre! =)

Ein abschließendes Wort...

Durch Gottes Wort und durch seine Hilfe können wir die Zeichen unserer Zeit erkennen.
Laßt uns in dieser letzten Zeit mit all ihren vorausgesagten Eigenheiten allein dem treu bleiben, der uns durch seinen Tod am Kreuz und durch sein vergossenes Blut so teuer erkauft hat - JESUS CHRISTUS, unseren HERRN und Erlöser!

Es spricht, der dies bezeugt: Ja, ich komme bald!
Amen. - Ja, komm, Herr Jesus!
Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Amen.

Offenbarung 22,20-21

Reinhold Keinberger
www.come2life.at